
Die japanischen Dojo-Regeln, auch Dojokun genannt, sind grundlegende Prinzipien für das Verhalten in einer Trainingsstätte für Kampfkünste.
Zu den fünf bekannten Grundsätzen gehören das Streben nach Charaktervollendung, das Bewahren des Weges der Aufrichtigkeit, die Entwicklung des Geistes der Bemühung, das Einhalten der Etikette sowie das Vermeiden von ungestümem Übermut.

Durch Ninjutsu und Bujutsu erhalten Sie die Möglichkeit, die Essenz der Kampfkunst unmittelbar zu erfahren und sich sowohl körperlich als auch geistig weiterzuentwickeln.
Wenn Sie diesen Weg mit der richtigen Einstellung verfolgen, entwickeln Sie ein immer stärkeres und unerschütterliches Herz.
Auf diesen Grundsätzen basieren unsere Trainingsregeln.
In den traditionellen Kampfkünsten gelten bestimmte Regeln für das soziale Miteinander. Die Einhaltung dieser Regeln ist ein wichtiger Bestandteil der persönlichen und charakterlichen Entwicklung.
Ziel dieser Regeln ist es, Disziplin, Höflichkeit, Integrität und Respekt gegenüber anderen Menschen zu entwickeln.
Diese Werte sind untrennbar mit dem Erlernen traditioneller Kampfkünste verbunden und sollten auch außerhalb des Dojos Bestandteil des täglichen Lebens sein.
Durch den Verhaltenskodex der Kampfkunst lernen Sie den respektvollen Umgang mit Mitschülern, Ranghöheren, Lehrern und anderen Menschen.
Auch im späteren Privat- und Berufsleben können diese Fähigkeiten von großem Nutzen sein. Die Regeln im Trainingsraum vermitteln Ihnen Aufmerksamkeit, Höflichkeit, Verantwortungsbewusstsein und einen respektvollen Umgang mit Ihren Trainingspartnern und der gemeinsamen Ausrüstung.
• Kommen Sie immer pünktlich und mit der richtigen Einstellung zum Training.
• Wenn Sie nicht mehr am Training teilnehmen können, melden Sie sich bitte rechtzeitig und ordnungsgemäß ab.
• Beim Betreten und Verlassen des Trainingsraumes grüßen Sie mit einer Verbeugung. Das Gleiche gilt bei Partnerübungen vor Beginn und nach Beendigung der Übung sowie gegenüber dem Lehrer.
• Halten Sie Ihren Ninjutsu-Trainingsanzug sauber und gepflegt.
• Während des Trainings darf kein Schmuck wie Ketten, Ringe oder Uhren getragen werden. Es besteht Verletzungsgefahr.
• Achten Sie auf eine ausreichende Körperpflege vor dem Training. Halten Sie insbesondere Finger- und Fußnägel kurz und achten Sie auf saubere Füße.
• Verletzungen sowie andere für das Training relevante gesundheitliche Einschränkungen müssen dem Lehrer vor Beginn des Trainings mitgeteilt werden.
• Die Teilnahme am Training unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen ist nicht gestattet.
• Im Trainingsraum und in den dazugehörigen Räumlichkeiten ist das Rauchen verboten.
• Nehmen Sie während des Trainings keine Speisen zu sich und verzichten Sie auch auf Kaugummi.
• Verlassen Sie den Trainingsraum während des Unterrichts nicht ohne Erlaubnis des Lehrers.
• Respektieren Sie Ihren Lehrer und Ihre Mitschüler. Sensei ist eine respektvolle Anrede für den Lehrer.
• Verhalten Sie sich stets vorbildlich und begegnen Sie anderen mit Hilfsbereitschaft und Höflichkeit.
• Eine Übung ist erst beendet, wenn der Lehrer sie für beendet erklärt. Gespräche und private Unterhaltungen sind während des Trainings nicht gestattet.
• Halten Sie sich an die Anweisungen des Lehrers. Wenn eine Anweisung erteilt wird, nehmen Sie Shizen-no-kamae ein. Bei Erklärungen von Techniken knien Sie in Seiza-no-kamae oder sitzen bequem in Agura (Schneidersitz).
• Gehen Sie niemals davon aus, eine Übung oder Technik zu beherrschen, nur weil Sie sie kennen. Wiederholen Sie die Bewegungen immer wieder. Nur durch kontinuierliches Üben entwickeln Sie Verständnis und nähern sich der Meisterschaft.
• Niemand darf ohne Erlaubnis des Lehrers unterrichten.
• Jeder Schüler trägt Verantwortung dafür, seinen Trainingspartner nicht zu verletzen.
• Demonstrieren Sie Techniken nicht unnötig in der Öffentlichkeit und missbrauchen Sie niemals Ihre Fähigkeiten.
• Der Verkauf oder Vertrieb von Waren im Trainingsraum ist strengstens untersagt. Nutzen Sie die Schule nicht für private Geschäfte und verteilen Sie keine Flyer oder Werbematerialien in unseren Räumlichkeiten
Die Dojo-Regeln sind nicht nur Vorgaben für den Trainingsbetrieb. Sie sind Teil des Weges der Kampfkunst.
Wer Kampfkunst trainiert, übernimmt Verantwortung für sich selbst, für seine Trainingspartner und für die Gemeinschaft.
Tradition bedeutet nicht, Regeln blind zu befolgen. Tradition bedeutet, Werte zu verstehen, zu leben und weiterzugeben.
Japanische Stockkampfkunstschule für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Traditionelle japanische Kampfkunst.
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